Kinderwagen im Test

Stiftung Warentest 3/2017 mit neuem Kinderwagentest

In ihrer aktuellen Ausgabe 3/2017 hat die Stiftung Warentest wieder verschiedene Kombi-Kinderwagen getestet. Das Testergebnis fällt für manche der Modelle verheerend aus. Unter den untersuchten zwölf Modellen von zwölf verschiedenen Herstellern ist leider weder der Mutsy evo, noch der Mutsy igo zu finden.

Die Stiftung Warentest hatte zuletzt vor ziemlich genau zwei Jahren in ihrer Ausgabe 2/2015 vierzehn verschiedene Modelle untersucht und damals schon bei manchen Kombi-Kinderwagen Schadstoffe (u.a. PAK) in Griffen und Hauben festgetellt. In der aktuellen Ausgabe 3/2017, welche in den Zeitschriftenläden und auch online über die Website der Stiftung Warentest seit Ende Februar verfügbar ist, wurden nun die folgenden zwölf Kombi-Kinderwagen unter die Lupe genommen beziehungsweise in ihre Bestandteile zerlegt:

  • ABC Design Condor 4
  •  Bergsteiger Capri
  •  Britax Go Big
  •  Bugaboo Buffalo
  •  Hauck Maxan 4 Trio Set
  •  Joie Chrome DLX
  •  Joolz Geo Earth
  •  Knorr-Baby Noxxter
  •  Moon Nuova City
  •  Naturkind Varius Pro
  •  Osann Pep
  •  Teutonia Bliss

Anders als 2015 ist in diesem Test allerdings kein Kinderwagen von Mutsy, wie zum Beispiel unser evo dabei, was wir sehr schade finden. Die von uns vor mittlerweile mehr als sechs Monaten ebenfalls näher betrachteten Kinderwagen Joolz Geo und Teutonia Bliss durchliefen die strengen Prüfungen – wie die beiden Modelle abgeschnitten haben, darf an dieser Stelle nicht erwähnt werden.

Teutonia Bliss 2016 Kinderwagen
Teutonia Bliss 2016 Kinderwagen

Erneut Schadstoffe in Griffen

So viel sei aber als Essenz aus dem Test gesagt: Nur drei Modelle schnitten mit dem Gesamttesturteil „gut“ ab, sieben Kinderwagen erhielten die Noten „ausreichend“ oder sogar „mangelhaft“. Die Gründe für das schlechte Abschneiden sind teilweise ähnlich wie vor zwei Jahren: Hohe Schadstoffbelastungen (nach den Richtwerten der Stiftung Warentest) und unsichere Sitze. Vier Kinderwagen waren laut Testergebnis stark mit Schadstoffen wie Tris-Dichlorpropyl Phosphat (TDCPP) belastet, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein. TDCPP ist ein Phosphorsäureester und dient eigentlich als Flammschutzmittel.

Unsichere, leicht abkippende Sportsitze führten bei drei Kinderwagenmodellen zu Punktabzügen im Punkto Sicherheit. Für den Nachwuchs besteht hier die Gefahr von Stürzen oder auch Quetschungen, falls der Sitz nicht richtig eingerastet ist und kippt.

Schlechte Sichtbarkeit bei Dunkelheit

Ein anderer, von der Stiftung Warentest geprüfter Sicherheitsaspekt ist die Sichtbarkeit von Kinderwagen: Fünf der getesteten Modelle – zugegeben in ihrer dunklen Ausführung, was Aufsatz- und Gestellfarben angeht – sind bei Dunkelheit sehr schlecht zu sehen. Manche Kinderwagen werden ab Werk aber auch schon mit Reflektoren ausgestattet. Aus eigener Erfahrung können wir hier die ansteckbaren LED-Lampen „Kiddy-Beacon 2“ empfehlen, da auch unser Mutsy evo vom Gestell und dem Aufsatz her recht dunkel ausfällt. Die Lampen sind leicht zu montieren und flexibel einsetzbar.

Unser Mutsy evo mit Kiddy Beacon 2 LEDs an der Babytragetasche im Dunklen.
Unser Mutsy evo mit Kiddy Beacon 2 LEDs an der Babytragetasche im Dunklen.

Kleine und große Tragetaschen

Bei einzelnen anderen Modellen moniert Stiftung Warentest zu kleine Tragetaschen, in denen der „großgewachsene“ Nachwuchs schon nach vier bis fünf Monaten keinen Platz zum Liegen mehr hat. Auf der anderen Seite lobt der Test aber auch drei Modelle mit langen Tragetaschen (zwei Modelle für Kinder bis neun Monate, ein Modell sogar bis zehn Monate). Wer also ein großes Kind erwartet, wird in diesem Heft eine Antwort auf die Frage finden, welcher Kinderwagen über besonders lange Tragetaschen verfügt.

Auf ihrer Website bietet die Stiftung Warentest übrigens ein kostenloses Erklärvideo und eine umfangreiche Checkliste rund um die Auswahlkritieren eines Kinderwagen an. Unsere damals definierten Auswahlkriterien findet ihr auf dieser Seite – ebenfalls völlig kostenlos.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.